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YOU NEVER KNOW THE WHOLE STORY 

VIDEOKUNST & NEW MEDIA AUS DER SAMMLUNG DES KUNSTMUSEUM BERN

Wichtige Tendenzen in der Kunst der letzten dreissig Jahre – vom Einfluss des Filmischen auf alle Medien sowie der Durchsetzung der Fotografie als Kunst.

14.12.2018 – 31.03.2019

Eröffnung: 13.12. 18:30 - 21:00

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Der Titel der Ausstellung geht auf den Werktitel der dreiteiligen monumentalen Videoinstallation der deutschen Künstlerin Ute Friederike Jürß aus dem Jahr 2000 zurück und ist das Motto der Sammlungspräsentation – urteile nicht, wenn du nicht die ganze Geschichte kennst. Denn von der Gegenwartskunst wird sich gerne vorschnell ein Bild gemacht, ohne die genauen Begleitumstände zu kennen oder wissen zu können. Doch gibt es Künstlerinnen und Künstler, die gerade das selbst zum Thema machen und mit Film, Video oder Fotografien das Unbekannte ausloten sowie mit Hintersinn falsche Fährten legen.

Im 21. Jahrhundert wurden neue Technologien mit grosser Spielfreude in der Kunst aufgenommen. Nicht nur gewannen alte Themen wie Selbstporträts oder Landschaftsdarstellungen mit den neuen Darstellungsmitteln an neuer Aktualität, sondern fand beispielsweise auch das filmische Erzählen Eingang in andere Medien. In den ausgewählten Werken, die zwischen 1970 und heute entstanden sind, zelebrieren Künstlerinnen und Künstler Fotografie und Film in all ihren Facetten. Gleichzeitig hinterfragen sie anhand der «neuen» Medien unsere Sehgewohnheiten und Wahrnehmungskonventionen – so wird die Ausstellung zum lustvollen Streifzug durch die westliche Medien- und Mentalitätsgeschichte der letzten vierzig Jahre.

Mit dieser Ausstellung gibt das Kunstmuseum Bern einen subjektiven Einblick in die wichtigsten künstlerischen Tendenzen seit Beginn des neuen Medienzeitalters. Zu sehen sind Arbeiten aus dem Fundus der Stiftung GegenwART, der Stiftung Kunsthalle Bern, der Bernischen Stiftung für Foto, Film und Video sowie der Sammlung Kunst heute, die in der Sammlung des Kunstmuseum Bern vereint sind.

Mit Werken von Judith Albert, Max Almy, Hanspeter Ammann, Knut Åsdam, Klaus vom Bruch, Balthasar Burkhard, Dimitri Devyatkin, Herbert Distel, A K Dolven, Chris Evans, Peter Fischli / David Weiss, Kit Fitzgerald, Herbert Fritsch, Luzia Hürzeler, Ute Friederike Jürß, Jutta Koether, Jochen Kuhn, Muriel Kunz, Maria Lassnig, Les Levine, Mark Lewis, Carlo E. Lischetti, MadeIn Company, Cory McCorkle, Gérald Minkoff, Tatsuyo Miyajima, Irene Muñoz Martin, Muriel Olesen, Uriel Orlow, Mai-Thu Perret, Elodie Pong, René Pulfer, Markus Raetz, Pamela Rosenkranz, Christoph Rütimann, Francisco Sierra, Tom Skapoda, Edin Velez, Christian Vetter, Bill Viola, Anna Winteler, Camilo Yañez.

Kuratorin: Dr. Kathleen Bühler

Ausstellung «Zusammenhänge zusammen hängen» im Kunstmuseum Solothurn

02.06.2018 – 21.10.2018

Dritte Ausstellung: 8. September bis 21. Oktober

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Die Ausstellung Zusammenhänge zusammen hängen zeigt sich während ihrer Dauer und unter der Beteiligung des Publikums dreimal neu. Sie bleibt damit „in Bewegung“ und ermöglicht einen breiten Einblick in die eigenen Sammlungsbestände. Im Vordergrund stehen dabei Arbeiten auf Papier, die einen Schwerpunkt innerhalb der Solothurner Sammlung bilden. Kleinformatige Gemälde, Wandobjekte und Videoarbeiten ergänzen die Auswahl. Das im Titel enthaltene Wortspiel ist Programm: Geht es einerseits um das Aufzeigen von Zusammenhängen, erhält andererseits der partizipative Gedanke Wichtigkeit. Dank der langen Ausstellungszeit können verschiedene Aspekte der Sammlung gezeigt werden. Die ausgewählten Arbeiten werden sowohl in formale, inhaltliche, thematische wie motivische Zusammenhänge gestellt, was zu unerwarteten Wahlverwandtschaften führen kann. Jeweils nach sechs Wochen wird die Ausstellung umgehängt. Dafür soll sich das Publikum vorgängig an der Auswahl der Werke beteiligen: Aus einer grossen Auswahl von Werken, die an einer Multimediastation durchgesehen werden können, dürfen die Besucherinnen und Besucher ihre Favoriten bestimmen. Einige dieser gewünschten Werke werden anschliessend in die bestehende Ausstellung integriert. Mit dem anregenden Wechsel der Nachbarschaften kann sich so ein Nachdenken über die musealen Tätigkeiten des Sammelns und Ausstellens verbinden.

VIDEO BOX 6.3 - Stefan Panhans und ausgewählte KünstlerInnen

Be Yourself, But at Its Top!

28. Juni 2018, 19.00 Uhr, Haus der Universität Düsseldorf

kuratiert von Ludwig Seyfarth und Stefan Panhans

PROGRAMM: Filme von Stefan Panhans, Andreas Bunte, Adnan Softić, Luzia Hürzeler und Petra Lottje

In vielen Filmen von Stefan Panhans (*1967) scheint auf oft groteske Weise das Theater der Selbstoptimierung auf, das den Alltag vieler Menschen heutzutage bestimmt. Selbst das Vortragen von Texten wird zu einer Grenzerfahrungsübung, die auf die Zuhörer und -seher auch psychisch einen grenzwertigen Eindruck macht. Das schnelle Herunterrattern von Informationen in „Homestory (Il Cielo In Una Stanza)“ (2012) erweckt den Eindruck, als ob die Sprecherin krampfhaft einem von außen auferlegten Effizienzdruck zu folgen versucht, der jede Nuance des Alltags erfasst hat. Ausgewählten Filmen von Panhans sind in dem von ihm zusammen mit Ludwig Seyfarth zusammengestellten Programm Filme anderer Künstler*innen gegenübergestellt, die sich auf unterschiedliche, ernste und auch humoristische Weise den physischen und psychischen Verrenkungen widmen, die neoliberale Verhältnisse uns allen abfordern.

Ludwig Seyfarth führt durch den Abend. 

zu Gast: Luzia Hürzeler

Die Veranstaltung findet statt im: Haus der Universität, Schadowplatz 14, 40212 Düsseldorf 

Der Eintritt ist frei.

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«Ohm sweet ohm», La Nef, l'art contemporain à l'ancienne église du Noirmont

Du 24 juin au 16 septembre 2018

Dimanche 24 juin 11h. Vernissage

Pour ses 10 ans d’existence, l’association la Nef invite une dizaine d’artistes ayant marqué à l’une ou l’autre de ses nombreuses expositions. Comme chaque année, il leur est demandé de créer une œuvre en adéquation avec un thème, ainsi qu'avec les spécificités historiques et architecturales de l’ancienne église du Noirmont.

Zu seinem 10-jährigen Bestehen lädt La Nef ein Dutzend Künstler ein, die an einer ihrer zahlreichen vergangenen Ausstellungen teilgenommen haben. Wie jedes Jahr haben wir die Künstler gebeten, ein Werk in bezug auf das Ausstellungsthema und die architekturalen und historischen Besonderheiten der ehemaligen Kirche von Le Noirmont zu kreieren.

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Art Paris : programme vidéo - la Suisse à l'honneur - Grand Palais - 4-8 avril 2018

Dans le cadre de la Suisse à l'honneur, la Project Room offre une tribune aux arts vidéos produits par 25 femmes artistes suisses de différentes générations, croisant ainsi conceptuellement l’histoire de l’art et l’histoire civique helvètes. En Suisse, l’arrivée de ce nouveau médium dans les années 1970 coïncide avec le suffrage féminin introduit au niveau fédéral en février 1971.

Emmanuelle Antille, Marie-José Burki, Claudia Comte, Saskia Edens, Sonja Feldmeier, Sylvie Fleury, Joëlle Flumet, Vidya Gastaldon, Mireille Gros, Susanne Hofer, Luzia Hürzeler, Stéphanie Jeannet, Gabriela Löffel, Selene Mauvis, Ursula Palla, Elodie Pong, Anne-Julie Raccoursier, Delphine Reist, Pipilotti Rist, Anne Rochat, Carole Roussopoulos, Laura Solari, Katja Schenker, Annelies Strba, Marion Tampon-Lajarriette sont les artistes présentées dans cette programmation. 

Programme conçu par Karine Tissot, commissaire invitée pour la Suisse à l'honneur. 

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Ausstellung "Breaking News" - Sammlung von Kelterborn im Mönchehaus Goslar

Eröffnung: Samstag, 17.3.2018 um 18:00 Uhr

17. März - 10. Juni 2018

Korakrit Arunanondchai, Teboho Edkins, Claire Fontaine, Harun Farocki, Franz Gerz, Francisca Gómez, Harald Hauswald, Gary Hill, Hu Weiyi, Luzia Hürzeler, Sven Johne, Thomas Kilpper, Barbara Klemm, Jaroslaw Koslowski, Clemens Krauss, Thomas Locher, Renzo Martens, Björn Melhus, Björn Melhus/Yves Netzhammer, Richard Mosse, Henrike Naumann, Marcel Odenbach, Mario Pfeifer, Anke Röhrscheid, Jürgen Schadeberg, Taryn Simon, Hito Steyerl, Mikhael Subotzky, Die Tödliche Doris, Ulay, Mariana Vassileva, Mia Florentine Weiss

Kuratiert von Bettina Ruhrberg und Ludwig Seyfarth

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